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Unfallstatistik mit Nationalität

Verursachen Raser ausländischer Herkunft besonders viele Unfälle? Eine neue Unfallerhebung soll Antworten liefern.

«Wir wollen wissen, welche Menschen wo genau und in welchen Situationen Unfälle verursachen»: Tödlicher Unfall, im Februar 2010 in Bad Ragaz.
«Wir wollen wissen, welche Menschen wo genau und in welchen Situationen Unfälle verursachen»: Tödlicher Unfall, im Februar 2010 in Bad Ragaz.
Keystone

Ab 2011 erhebt die Polizei bei Unfällen auch die Nationalität der Unfallbeteiligten - neben einer Fülle weiterer Daten, welche die Prävention im Strassenverkehr verbessern sollen. Dazu gehören etwa Vorstrafen, genaue Angaben zum Fahrzeug und zur Motorisierung, Details zur Unfallstelle und zum Zustand der Strasse. Diese Informationen werden anschliessend vom Bundesamt für Strassen (ASTRA) ausgewertet und sollen allfällige Muster im Unfallgeschehen aufzeigen.

«Wir wollen wissen, welche Menschen wo genau und in welchen Situationen Unfälle verursachen», sagte ASTRA-Sprecher Thomas Rohrbach am Mittwoch auf Anfrage. Solche Angaben könnten etwa Aufschluss darüber geben, ob Wiederholungstäter wieder auf die Strasse gelassen werden sollen, ob Elektrovelos gefährlich sind oder welche Strassen saniert werden müssen.

Polizeien arbeiten mit neuem Protokoll

«Damit können wir Meinungen zu Fakten machen», sagte Rohrbach. Noch ist es aber nicht so weit: Die Arbeit am neuen Strassenverkehrsunfall-Register war 2004 nach aufsehenerregenden Raser-Unfällen von Lenkern ausländischer Herkunft aufgenommen worden. Nun hat der Bundesrat die entsprechende Verordnung verabschiedet. Sie tritt auf Anfang 2011 in Kraft.

Das Unfallaufnahmeprotokoll, mit welchen die Daten erhoben werden, ist allerdings noch in der Testphase. Noch stehe nicht genau fest, welche Informationen sinnvollerweise gesammelt und ausgewertet werden sollen, sagte Rohrbach. Ab 2011 sollen die Kantonspolizeien aber mit dem neuen Protokoll arbeiten, 2012 sollen die ersten Auswertungen vorliegen.

SDA/cpm

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