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Unheilig

Die Armeereform im Nationalrat sei von einer «unheiligen Allianz» zu Fall gebracht worden, heisst es. Ein Begriff, der auf eine falsche Fährte lockt.

Zusammen dagegen - und doch nicht einer Meinung: SP-Präsident Christian Levrat und SVP-Präsident Toni Brunner.
Zusammen dagegen - und doch nicht einer Meinung: SP-Präsident Christian Levrat und SVP-Präsident Toni Brunner.
Keystone

Seit Jahren ist gemeinhin von einer «unheiligen Allianz» die Rede, wenn eine politische Vorlage am gemeinsamen Widerstand von linken und rechten Parteien scheitert. So war es auch am Donnerstag, als sich im Nationalrat sowohl die Linke – bestehend aus der SP und den Grünen – als auch die SVP gegen die «Weiterentwicklung der Armee» aussprachen. Sie machten mit ihrem Votum eine siebenstündige Debatte und damit ganztägige Gesetzesarbeit zur Makulatur. Umso grösser war die Enttäuschung auf Seiten der Befürworter, die sich vor allem über das Verhalten der SVP enervierten. Diese stemmt sich mit aller Macht gegen die geplante Verkleinerung und Budgetkürzung der Armee. Den linken Parteien auf der anderen Seite hingegen geht die Reform zu wenig weit.

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