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Unheilige Allianz im Strompoker

Der Bundesrat will den Strommarkt ganz öffnen und so die Basis für eine Teilnahme am Strombinnenmarkt der EU schaffen. Doch die SVP und Linksparteien könnten das Liberalisierungsprojekt bodigen – wie 2002.

Hochspannungsleitung in Laufenburg: Die Idee eines freien Strommarkts stösst links und rechts auf Kritik. Foto: Gaetan Bally (Keystone)
Hochspannungsleitung in Laufenburg: Die Idee eines freien Strommarkts stösst links und rechts auf Kritik. Foto: Gaetan Bally (Keystone)

Was Grosskunden seit 2009 möglich ist, soll ab 2018 auch für die mehr als 3,5 Millionen Privathaushalte im Land gelten: die freie Wahl des Stromanbieters. So sieht es der Fahrplan des Bundesrats und seiner federführenden Energieministerin Doris Leuthard (CVP) vor. Doch gegen das Vorhaben formiert sich in linken Kreisen Widerstand, wie die jüngst zu Ende gegangene Vernehmlassung zur zweiten Etappe der Strommarktöffnung zeigt. Die Grünen befürchten, dass die Liberalisierung einen Preisdruck bewirken und sich so «nicht oder wenig ökologisch produzierter Strom» durchsetzen werde.

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