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Uni-Rektoren wollen Geld für deutsche Studenten

Ausländische Studenten kosten zu viel, sagen Schweizer Uni-Rektoren. Sie fordern deshalb bilaterale Abkommen mit den Herkunftsländern. Mit Deutschland seien bereits Gespräche im Gang.

Fast ein Viertel der Studenten kommt hier aus dem Ausland: Vorlesungssaal an der Universität St. Gallen. (Archivbild)
Fast ein Viertel der Studenten kommt hier aus dem Ausland: Vorlesungssaal an der Universität St. Gallen. (Archivbild)
Keystone

Weil ausländische Studenten die Kassen der Schweizer Universitäten zu stark belasten, will der Bund nun mit Deutschland ein Abkommen über Beiträge für deutsche Studierende an Schweizer Universitäten aushandeln. Dies berichtet die «NZZ am Sonntag».

«Ausländische Studierende verursachen zusätzliche Kosten, ohne dass sie speziell finanziert werden», sagt Antonio Loprieno, Präsident der Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten, zur Begründung gegenüber der NZZ. Die Interkantonale Universitätsvereinbarung sichere den Ausgleich, indem die Kantone für ihre Studierenden Beiträge an die Universitätskantone zahlen – dies gilt jedoch nicht für Studierende aus dem Ausland.

Deutschland als Nettozahler

Die Rektorenkonferenz schlägt laut dem Bericht deshalb nun vor, das interkantonale Abgeltungsmodell auf die Herkunftsländer der Studenten auszudehnen. Eine Lösung auf europäischer Ebene sei allerdings unrealistisch, sagt Loprieno, und plädiert deshalb für ein bilaterales Abkommen mit Deutschland als wichtigstem Herkunftsland. Mauro dell'Ambrogio, Staatssekretär für Bildung und Forschung, habe der deutschen Bundesregierung bereits ein Abkommen vorgeschlagen. Deutschland würde pro deutschen Studenten in der Schweiz einen finanziellen Beitrag leisten, die Schweiz für ihre Studierenden ebenfalls. Deutschland exportiere derzeit allerdings mehr Studenten als die Schweiz und würde so zum Nettozahler.

Für Bildungspolitiker Gerhard Pfister (CVP) wäre auch ein regionales Abkommen denkbar, wie er in der NZZ erläutert. Man könnte mit Bayern ein Abgeltungssystem aushandeln und im Erfolgsfall auf andere Bundesländer ausweiten, schlägt Pfister vor. Ein ähnliches Modell habe sich bereits an der Pädagogischen Hochschule Thurgau etabliert, die deutsche Studenten aufnehme und deren Studenten im Gegenzug an der Universität Konstanz studieren können, wie Bildungsdirektorin Monika Knill (SVP) in der NZZ ausführt.

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