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Universitäten wollen trotz Alternativen nicht auf Tierversuche verzichten

In der Schweiz werden Tierversuche pro Jahr mit 100 Millionen Franken subventioniert. Das entspricht nicht dem Willen der Steuerzahler, wie eine neue Studie zeigt. Der Tierschutz fordert ein Umdenken der Universitäten.

Seit Jahrzehnten unterstützen Bund und Kantone mit Steuergeldern Versuchstierhaltungen und Tierexperimente an Hochschulen und Instituten. Die Ausgaben dafür belaufen sich jährlich auf schätzungsweise 100 Millionen Franken. Das widerspreche klar dem Willen der Steuerzahler, kritisiert der Schweizerische Tierschutz (STS). Zu diesem Schluss kommt er aufgrund einer neuen Umfrage, die er beim Marktforschungsinstitut Demoscope in Auftrag gegeben hat. 1035 Personen wurden dabei über ihre Haltung gegenüber Tierversuchen befragt. Ein zentraler Befund der Studie lautet, dass sich ein grosser Teil der Bevölkerung – drei Viertel der Befragten – mehr Fördergelder für alternative Testmethoden wünscht.

Konkret will die Bevölkerung demnach, dass mindestens 25 Prozent der heutigen Subventionen für Tierversuche in Alternativmethoden investiert werden. Und das wäre bereits heute gut möglich, denn deren Entwicklung sei weit fortgeschritten, betont Corinna von Kürthy von der STS-Fachstelle Tierversuche. «Doch in der Schweiz wird die Erforschung solcher Methoden bislang zu wenig gefördert. Wir laufen Gefahr, in diesem Bereich den Anschluss an innovative Forschungsstandorte wie die USA oder EU-Länder zu verpassen.»

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