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«Unkorrekt verhalten» und entlassen

Asylsuchende würden bei Befragungen in den Empfangszentren eingeschüchtert und beschimpft, berichteten Dolmetscher. Jetzt zeigt sich: Ein Befrager verlor deswegen seinen Job.

Asylsuchende sitzen im Innenhof des Bundesasylzentrums Perreux im neuenburgischen Boudry beisammen. Foto: Thomas Egli
Asylsuchende sitzen im Innenhof des Bundesasylzentrums Perreux im neuenburgischen Boudry beisammen. Foto: Thomas Egli

«Du bist dumm» oder «Ich habe die Schnauze voll» seien Sprüche aus dem Mund von Mitarbeitern des Staatssekretariats für Migration (SEM). Zu hören bekämen sie Asylsuchende bei Erstbefragungen in den Empfangszentren, berichtete kürzlich Redaktion Tamedia. Die Vorwürfe geäussert hatten Dolmetscherinnen und Dolmetscher, die bei diesen sogenannten Befragungen zur Person als einzige Drittpersonen anwesend sind. Sie sprachen unter der Voraussetzung mit Redaktion Tamedia, dass sie anonym bleiben; zu gross ist die Angst um ihren Job. Auch den Hilfswerken und Rechtsvertretern sind die Probleme zu Ohren gekommen. Zu denken geben ihnen nicht nur die Beleidigungen und Beschimpfungen, die gerade für traumatisierte Flüchtlinge schwierig zu ertragen seien. Sondern insbesondere das Wissen um die Wichtigkeit der Erstbefragung.

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