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Unnötiger Stress im Alter

Der Wunsch nach Solidarität spricht gerade für eine Pflegeversicherung. Ohne eine Reform drohen Angebotsengpässe.

Man spricht nicht gern darüber, weil es beschämend ist: In der reichen Schweiz denken viele pflegebedürftige Alte nur noch an die Kosten, die sie verursachen. Solche, die noch eigenes Geld haben, fühlen sich schlecht, weil mit jedem Tag, den sie länger leben, den Angehörigen weniger Erbe bleibt. Von denen, die ihr Geld aufgebraucht haben, obschon sie stets sparsam gelebt haben, leiden manche darunter, dass sie auf staatliche Unterstützung angewiesen sind.

Deshalb ist es gut, dass der liberale Thinktank Avenir Suisse die Diskussion über eine obligatorische Pflegeversicherung mit einem neuen Vorschlag befeuert. Neben dem unwürdigen Geldstress vieler Pflegebedürftiger gibt es weitere Gründe, ernsthaft über eine Pflegeversicherung zu reden, damit wenigstens das Prinzip in absehbarer Zeit salonfähig wird. Das Prinzip: Ab 50 oder 55 zahlt man jeden Monat einen Betrag für die später wahrscheinliche Pflege ein.

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