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«Uns wurde aus jeder Panne ein Strick gedreht»

Die Hälfte der Mitte-Wähler sagte Nein zum Gripen. CVP-Nationalrätin Ida Glanzmann setzte sich an vorderster Front für den Kampfjet ein. Sie sagt, von wem sie mehr Engagement erwartet hätte. Und glaubt, dass viele heute anders entscheiden würden.

Mit Ida Glanzmann sprach Raphaela Birrer
«Es war nur folgerichtig, dass ich mich für den Gripen einsetzte»: Die Luzerner CVP-Nationalrätin Ida Glanzmann (links).
«Es war nur folgerichtig, dass ich mich für den Gripen einsetzte»: Die Luzerner CVP-Nationalrätin Ida Glanzmann (links).
Keystone

Frau Glanzmann, gemäss der Vox-Analyse brachten die Mittewähler den Gripen zum Absturz. Warum ist es Ihnen nicht gelungen, sie von den Kampfjets zu überzeugen? Uns fehlte bei dieser Vorlage generell die Unterstützung – nicht nur in der Mitte. An den zahlreichen Abstimmungsveranstaltungen merkte ich, dass die Bevölkerung dem Gripen gegenüber sehr skeptisch war. In persönlichen Gesprächen konnten wir zwar viele Stimmbürger überzeugen, aber das reichte nicht. Auch dem Verteidigungsdepartement ist es zu wenig gelungen, die Gründe und ganz besonders die Notwendigkeit des Kampfjetkaufs darzulegen. Zudem wurden im Abstimmungskampf Argumente vermischt: Dass der Gripen beschafft werden sollte, während in den Kantonen gespart werden muss, war vielen ein Dorn im Auge – obwohl das eine mit dem anderen gar nichts zu tun hat. Und nicht zuletzt war uns der schwedische Botschafter mit seinen Aussagen über das politische Umfeld keine Hilfe.

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