Unsere Hochschulen sind Weltklasse

Eine neue Rangliste zeigt: Nur Grossbritannien und die USA haben bessere Hochschulen als die Schweiz. In einigen Fächern belegt die ETH Zürich sogar den Spitzenplatz.

In einem Labor an der ETH Zürich werden mit Biomaterial  Ohren gedruckt. Mati Kesi mit dem kleinen 3D-Drucker. Foto: Esther Michel

In einem Labor an der ETH Zürich werden mit Biomaterial Ohren gedruckt. Mati Kesi mit dem kleinen 3D-Drucker. Foto: Esther Michel

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Wer Erdwissenschaften studieren möchte, der braucht nicht weit zu reisen. Die ETH Zürich hat in diesem Fachbereich weltweit das beste Angebot, wie die heute veröffentlichte Rangliste des britischen Hochschulberaters Quacquarelli Symonds (QS) zeigt. Diesen Spitzenplatz hat die ETH schon zum fünften Mal in Folge erreicht.

Insgesamt 22 Universitätsabteilungen von Schweizer Hochschulen haben es dieses Jahr mit einem Studienfach in die Top 10 geschafft. Allein die ETH Zürich ist mit sechs verschiedenen Fächernweltweit unter den besten Zehn vertreten. Damit landet die Schweiz insgesamt auf dem dritten Platz.

Das «QS World University Ranking by Subject» ist eine von mehreren Ranglisten, mit denen alljährlich die besten Universitäten gekürt werden. Die Liste konzentriert sich darauf, in welchen Fächern welche Universität und welches Land am besten abschneiden. An der Auswertung nehmen 1200 Hochschulen aus 78 Ländern teil.

Nur Grossbritannien und die USA, die für ihre Eliteunis wie Oxford, Cambridge, Harvard oder Stanford bekannt sind, haben mehr Unis in den Top Ten als die Schweiz. Der Abstand ist allerdings relativ deutlich. 235 Abteilungen von US-Universitäten haben es in die Top Ten ihres Fachbereichs geschafft, in Grossbritannien sind es 136, in der Schweiz 22. Auf dem vierten und fünften Platz liegen Australien (18) und Kanada (15).

Guter Start für Hotelkarriere

Doch nicht nur die ETH Zürich hat ein Spitzenresultat erzielt. Auch die Hotelfachschule Lausanne ist die beste Adresse in dieser Disziplin weltweit. Die Schweiz ist global die beste Adresse für Hotelfachschulen, sie liegt auf vier von zehn Plätzen in den Top Ten dieses Fachbereichs.

In die Top Ten haben es mit einzelnen Fächern auch die Universitäten Zürich und Bern geschafft. So belegt Zürich in Zahnmedizin weltweit den achten Rang, im letzten Jahr war es noch der elfte, Bern ist von Platz 7 auf Platz 9 abgerutscht.

Für die Auswertung befragte QS weltweit über 83000 Akademiker und über 42000 Arbeitgeber. Sie sollten die Absolventen einer bestimmten Hochschule einschätzen. Ausserdem analysierten die QS-Experten 150 Millionen Zitierungen aus über 22 Millionen wissenschaftlichen Arbeiten. Das QS Ranking ist nicht die einzige Hitliste für die weltbesten Universitäten. Auch das Shanghai Academic Ranking of World Universities und das THE World Universities Ranking bekommen jeweils viel Aufmerksamkeit.

Die ETH Zürich schafft es in den meisten Ranglisten in die Top 20 weltweit. Meist ist sie die beste Hochschule in Kontinentaleuropa und im nicht englischsprachigen Raum.

Tiefe Studiengebühren

Gleichzeitig liegen die Semestergebühren an den Schweizer Hochschulen um vieles tiefer als an den Universitäten im englischsprachigen Raum, wo sich das Studium nur Familien mit einem dicken Portemonnaie leisten können und Absolventen oft noch über sehr viele Jahre ihre Studiendarlehen zurückzahlen müssen.

Zwar erhöht die ETH Zürich die Studiengebühren ab Herbst 2020 auf 730 Franken pro Semester. Momentan kostet das Semester noch 649 Franken. Aber trotzdem sind die jährlichen Gebühren von 1460 Franken im internationalen Vergleich ein Schnäppchen. An den amerikanischen Elite-Universitäten kostet das Studienjahr zwischen 50000 und 100000 Dollar.

Erstellt: 27.02.2019, 06:55 Uhr

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