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Unzufriedene Väter kämpfen fürs gemeinsame Sorgerecht

Männerorganisationen wehren sich dagegen, dass die Einführung des gemeinsamen elterlichen Sorgerechts aufgeschoben wird. Mit einer Mahnwache wollen sie auf ihr Anliegen aufmerksam machen.

Setzen sich für das gemeinsame Sorgerecht ein: Oliver Hunziker, Präsident der Schweizerischen Vereinigung fuer gemeinsame Elternschaft (links) und Markus Theunert vom Dachverband der Schweizerischen Männer- und Väterorganisationen.
Setzen sich für das gemeinsame Sorgerecht ein: Oliver Hunziker, Präsident der Schweizerischen Vereinigung fuer gemeinsame Elternschaft (links) und Markus Theunert vom Dachverband der Schweizerischen Männer- und Väterorganisationen.
Keystone

Sauer stösst dem Dachverband der Schweizer Männer- und Väterorganisationen sowie der Schweizerischen Vereinigung für Gemeinsame Elternschaft auf, dass Bundesrätin Simonetta Sommaruga die bereits aufgegleiste Gesetzesrevision zurückgezogen hat.

Mitte Januar hatte sie angekündigt, in der Vorlage neben der gemeinsamen elterliche Sorge auch unterhaltsrechtliche Fragen neu regeln zu wollen. Ziel sei es, die Situation jenes Elternteils zu verbessern, der trotz gemeinsamer elterlicher Sorge das Kind hauptsächlich betreut, begründete ihr Departement damals den Entscheid.

Dieser trägt nach geltendem Recht den Fehlbetrag, wenn die gemeinsamen Mittel der Eltern nicht ausreichen, um zwei Haushalte zu finanzieren. De facto sind dies heute vor allem die ledigen und geschiedenen Mütter.

«Angriff auf Existenzminimum»

Mit ihrem Vorgehen erreiche Sommaruga nichts als weitere Verzögerung und Polarisierung, schreiben die beiden Organisationen in einem am Montag veröffentlichten offenen Brief an die Justizministerin. Diese vermische zwei separate Fragen und blase «zumAngriff auf das Existenzminimum» der Männer.

Damit sei die Grenze ihrer Verhandlungsbereitschaft erreicht, schreiben die Organisatoren. Gleichzeitig äussern sie Verständnis dafür, «dass der Gang zum Sozialamt auch für geschiedene Frauen schwierig ist».

In dem Brief ersuchen die Männerorganisationen Sommaruga um ein klärendes Gespräch. Ob diese auf die Bitte eingehen will, war am Montagnachmittag noch nicht bekannt. Angekündigt hatte sie, die überarbeitete Botschaft bis 2012 vorzulegen.

(SDA)

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