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Valser Bürger fechten Thermen-Verkauf gerichtlich an

Im März hatte die Gemeindeversammlung beschlossen, die Therme Vals an den Unternehmer Remo Stoffel zu verkaufen. «Besorgte Stimmbürger» sehen im Entscheid einen Rechtsbruch.

fko
«Bundes-, Kantons- und Gemeinderecht verletzt»: Der Verkauf der Therme Vals sorgt weiterhin für Gesprächsstoff. (Archivbild)
«Bundes-, Kantons- und Gemeinderecht verletzt»: Der Verkauf der Therme Vals sorgt weiterhin für Gesprächsstoff. (Archivbild)
Keystone

Der Verkauf der bekannten Therme Vals in Vals GR beschäftigt das Verwaltungsgericht Graubünden. Eine «Gruppe besorgter Stimmbürgerinnen und Stimmbürger» hat Beschwerde gegen den Beschluss der Gemeindeversammlung vom 9. März erhoben.

Die Gemeindeversammlung in Vals entschied im März, den Therme-Komplex dem Churer Immobilienunternehmer Remo Stoffel zu verkaufen. Gegen den Versammlungsbeschluss hat nun eine Gruppe von rund zwei Dutzend Personen Beschwerde beim Verwaltungsgericht Graubünden erhoben, wie deren Sprecher, der Valser Publizist und Theaterautor Peter Schmid, heute mitteilte.

Zehn juristische Anfechtungsgründe

Der Entscheid der Gemeindeversammlung verletze Bundes-, Kantons- und Gemeinderecht und sei somit undurchführbar, heisst in der Mitteilung. Die Gruppe hat eigenen Angaben zufolge zehn Anfechtungsgründe juristisch feststellen lassen.

Nach Ansicht der Beschwerdeführer hätte insbesondere die Privatisierung eines öffentlichen Unternehmens vorher eines Grundsatzentscheides der Stimmbürgerschaft bedurft. Zudem seien die Reglemente der Gemeinde für die Hotel und Thermalbad AG nicht eingehalten und statutarische Zuständigkeiten nicht beachtet worden.

Der gebürtige Valser Remo Stoffel, der neue Eigentümer der Therme, hatte im Übernahmepoker den Schöpfer der Therme, den Architekten Peter Zumthor, ausgestochen. Die Gemeindeversammlung beschloss mit 287 zu 219 Stimmen, die berühmte Therme dem 35-jährigen Immobilienunternehmer zu verkaufen.

(SDA)

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