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Verbot setzt am falschen Ort an

Das Werbeverbot für Tabakwaren ist keine taugliche Lösung.

Erstmals seit langem rauchen wieder mehr Minderjährige und Jugendliche Zigaretten. Das zeigen Zahlen des Bundesamts für Gesundheit, die gestern publik wurden. Der Befund ist für die staatlichen Präven­tionsstellen ein Graus: Offenbar verpuffte die Wirkung ihrer oft gerade auf die Jungen ausgerichteten Kampag­nen in den letzten Jahren mehr und mehr.

Nun hofft Gesundheitsminister Alain Berset, dieser Entwicklung mit einem flächendeckenden Tabak-Verkaufsverbot an Minderjährige und einem weitgehenden Werbeverbot Einhalt zu gebieten. Aus Sicht des Jugendschutzes ist Ersteres richtig. Schon heute ist der Verkauf von Zigaretten an Minderjährige in zehn Kantonen verboten. Weshalb ein 17-Jähriger aus Bern an seinem Wohnort keine Zigaretten kaufen darf, bei einem Ausflug nach Zürich jedoch schon, leuchtet nicht ein.

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