Zum Hauptinhalt springen

Verdacht auf Kumpanei bei Schweiz Tourismus

Ein IT-Abteilungsleiter der Marketingorganisation des Bundes unterhielt enge Verbindungen zu einer Lieferantenfirma, die er später übernahm. Nun wird der Fall extern untersucht.

Von Christian Brönnimann, Bern

Schweiz Tourismus hat einen erfolgreichen Internetauftritt. Die Website heimste in den letzten Jahren gleich mehrere Auszeichnungen der Branche ein. Doch hinter der schönen Fassade rumort es. Grund ist die Geschäftsbeziehung zur IT-Firma P., welche die Website in den 2000er-Jahren von Grund auf programmiert hat und seither erneuert und unterhält. Deren Geschäftsführer L. B.* arbeitete bis 2009 selbst bei Schweiz Tourismus. Recherchen zeigen nun aber: Schon während seiner Zeit beim öffentlich-rechtlichen Unternehmen hatte er eine enge Verbindung zu P.

Bei Schweiz Tourismus eingestiegen ist der heutige P.-Chef 2001. Der technisch versierte, junge Informatiker wurde geholt, um die Abteilung Softwareentwicklung zu führen. Als externe Partnerfirma für den Webauftritt brachte L. B. die Firma P. (damals hiess sie noch anders) aus seiner deutschen Heimat ins Spiel. Diese programmierte in der Folge das Websystem, das später von vielen weiteren Tourismusdestinationen übernommen wurde. So machte sich P. schnell unverzichtbar. Laut Schweiz Tourismus beträgt das Auftragsvolumen bis heute durchschnittlich eine Million Franken pro Jahr.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.

Abo abschliessen