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Verdingkindern wurde auch ihr Geld gestohlen

Die Gesuche um Akteneinsicht durch ehemalige Verdingkinder haben sich im Kanton Bern verdoppelt. Veruntreute Gelder erschweren dabei die Verarbeitung.

Kinder waren billige Arbeitskräfte – so wie hier in einer Armenerziehungsanstalt bei Wattenwil.
Kinder waren billige Arbeitskräfte – so wie hier in einer Armenerziehungsanstalt bei Wattenwil.
Walter Studer, Keystone

In den Archiven herrscht Hochbetrieb: Die Zahl der Gesuche von ehemaligen Heim- und Verdingkindern ist stark gestiegen. «Seit 2013 haben sich die Gesuche jedes Jahr ungefähr verdoppelt», sagt Rea Wyser, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Staatsarchiv des Kantons Bern.

So haben sich im laufenden Jahr 130 Betroffene von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen gemeldet. Total beträgt die Zahl der Gesuche damit 220. Die meisten Betroffenen, die sich ans Staatsarchiv gewendet haben, wurden in der 1940er-Jahren geboren.

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