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Brisanter Ausbürgerungsplan der Schweiz

Gegen Ex-Polizeichef Erwin Sperisen läuft wegen Exekutionen in Guatemala ein Mordprozess. Verliert er seinen Schweizer Pass?

Ausbürgern, um ihn ausliefern zu können? Doppelbürger Erwin Sperisen als Polizeichef auf dem Zentralfriedhof von Guatemala-Stadt (5. August 2005). Foto: Rodrigo Abd (AP, Keystone)
Ausbürgern, um ihn ausliefern zu können? Doppelbürger Erwin Sperisen als Polizeichef auf dem Zentralfriedhof von Guatemala-Stadt (5. August 2005). Foto: Rodrigo Abd (AP, Keystone)

Erwin Sperisen, 46 Jahre alt, über 1,90 Meter gross, sitzt seit knapp vier Jahren im Genfer Gefängnis Champ-Dollon. Der Nachkomme von Schweizer Auswanderern ist in Guatemala geboren und aufgewachsen; er besitzt sowohl die schweizerische als auch die guatemaltekische Staatsbürgerschaft. Von 2004 bis 2007 amtete er als Chef der Policía Nacional Civil. Während seiner Amtszeit stürmten 3000 Polizisten und Sicherheitskräfte das Gefängnis El Pavón bei Guatemala-Stadt, um die Herrschaft über die Haftanstalt zurückzugewinnen, die von Gangs kontrolliert wurde. Beim Sturm wurden 7 Häftlinge getötet. Hingerichtet, sagen Menschenrechtsorganisationen. Und Polizeichef Sperisen, der bei der Operation anwesend war, trage dafür die Verantwortung. Der Angeschuldigte bestreitet die Vorwürfe bis heute.

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