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Vermieter haben schöne Probleme

Man mag sich fragen, was die Vermieterlobby derart unverblümt eigennützig vorpreschen lässt.

MeinungFabian Renz

Es ist kalorienreiche Kost, die da die Haus­eigentümer im Parlament für sich bestellen. Erstens wollen sie Mietzinserhöhungen leichter durchsetzen können, die sich auf die Orts- und Quartierüblichkeit stützen – also auf das Argument, dass auch die Nachbarwohnungen teuer seien. Zweitens soll ­ihnen der Gesetzgeber keine «künstliche» Obergrenze für die Rendite aus ihren Mietobjekten mehr vorschreiben. Maximal 0,5 Prozentpunkte darf der Ertrag heute über dem Referenzzinssatz liegen, den der Bund festlegt: Diese Bindung soll weg und dafür die sogenannte Marktmiete her.

«Markt» tönt in bürgerlichen Ohren immer gut. Nur gibt es eben einen entscheidenden Unterschied zwischen der Wohnungssuche und, zum Beispiel, ­einem Autokauf. Wer sich gar kein Auto leisten kann, verzichtet aufs Autofahren. Wohnen aber muss man. Mit gutem Grund lässt der Bund nicht einfach das Schlaraffenland für die Anbieter auf diesem Markt zu.

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