Zum Hauptinhalt springen

Vertrieben, allein, minderjährig

Immer mehr Flüchtlingskinder kommen ohne Erwachsene in die Schweiz. Der Druck, diese Minderjährigen kindergerecht unterzubringen, steigt. Jetzt reagieren die Kantone.

Kinder brauchen besonderen Schutz: Ein Flüchtlingsjunge auf der griechischen Insel Lesbos. Foto: Matej Divizna (Getty Images)
Kinder brauchen besonderen Schutz: Ein Flüchtlingsjunge auf der griechischen Insel Lesbos. Foto: Matej Divizna (Getty Images)

In der Schweiz bedeutet der 18. Geburtstag für die Jugendlichen vor allem mehr Freiheiten: Sie dürfen Auto fahren oder abstimmen. Das Nest der Familie verlassen die meisten erst einige Jahre später. Davon können die 1224 Flüchtlings­kinder, die in den ersten acht Monaten dieses Jahres ohne Eltern in die Schweiz gekommen sind, nur träumen. Die UMA, wie sie von den Behörden genannt werden, also unbegleitete minderjährige Asylsuchende, stammen vorwiegend aus Eritrea, Afghanistan, Somalia und Syrien. Nur 15 Prozent von ihnen sind Mädchen. Die meisten geben an, zwischen 16 und 17 Jahre alt zu sein. Knapp jedes dritte Kind ist aber 15 oder jünger. Noch nie sind so viele Kinder allein in die Schweiz geflüchtet: Bis Ende August stellten fast doppelt so viele UMA ein Asylgesuch wie im ganzen 2014. Das sind sechs Prozent der Asylgesuche.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.