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Veruntreuung? Direktor der Kinderklinik Davos unter Verdacht

Der kaufmännische Direktor der konkursiten Alpinen Kinderklinik Davos soll 60'000 Franken veruntreut haben. Dies behauptet der Präsident des Stiftungsrates in einem Interview.

Immer wieder in den Schlagzeilen: Demonstration gegen die Missstände und drohende Schliessung vor der Alpinen Kinderklinik Davos im April 2009.
Immer wieder in den Schlagzeilen: Demonstration gegen die Missstände und drohende Schliessung vor der Alpinen Kinderklinik Davos im April 2009.
Keystone

Der kaufmännische Direktor der Klinik habe sich als grosse Enttäuschung erwiesen, erklärte Schmid in einem am Freitag in der «Davoser Zeitung» publizierten Interview. Der Mann sei im Juni 2009 auf Empfehlung eines renommierten Vermittlungsbüros eingestellt worden. «Im Oktober wussten wir, dass seine Einstellung ein Flop war», sagte Schmid.

Im Januar 2010 sei der Direktor nicht mehr zur Arbeit erschienen, so Schmid weiter. Dann habe sich herausgestellt, dass er im Sinne einer Veruntreuung 60'000 Franken an Zahlungen für fremde Zwecke veranlasst habe. Für welche Zwecke das Geld verwendet wurde, erläuterte der Stiftungsratspräsident allerdings nicht.

Schuldanerkennung soll schriftlich vorliegen

Schmid erklärte am Freitag auf Nachfrage der Nachrichtenagentur SDA weiter, er sei seit dem 2. April im Besitz einer schriftlichen Schuldanerkennung des ehemaligen Direktors. Dieser habe eingestanden, Zahlungen für betriebsfremde Zwecke ausgelöst zu haben. Seines Wissens sei der Mann nun untergetaucht, so Schmid.

Laut dem Stiftungsratspräsidenten bedeutete nicht der Entzug der Betriebsbewilligung durch das kantonale Gesundheitsamt wegen der fehlenden ärztlichen Leitung das Ende der Klinik. Der eigentliche Grund für das Scheitern sei der Rückzug der Klinikärzte im März 2009 gewesen. Schmid: «Das hat uns in Tat und Wahrheit und im eigentlichen Sinne das Genick gebrochen.»

SDA

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