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Volksinitiative gegen Kesb gestartet

Immer wieder befanden sich die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden im Kreuzfeuer der Kritik. Nun soll ihnen eine Volksinitiative den Garaus machen.

Neben Julia Onken und Pirmin Schwander gehört auch sie zur Initiativgruppe: Schriftstellerin Zoë Jenny bei einer Mahnwache gegen die Kesb. (13. März 2015)
Neben Julia Onken und Pirmin Schwander gehört auch sie zur Initiativgruppe: Schriftstellerin Zoë Jenny bei einer Mahnwache gegen die Kesb. (13. März 2015)
Ennio Leanza, Keystone

Seit ihrer Gründung am 1. Januar 2013 stehen die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (Kesb) in der Kritik. Nun organisiert sich der Widerstand.

Eine Gruppe um Schriftstellerin Zoë Jenny (41), SVP-Nationalrat Pirmin Schwander (53) und Frauenrechtlerin Julia Onken (73) lanciert eine Volksinitiative, wie der «SonntagsBlick» berichtet. Im Juni soll sie der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Hauptziel der Initiative ist es, dass die Behörden weniger Macht haben – und die Aufsicht verbessert wird. «Es wird über die Köpfe von Kindern, Eltern und Senioren entschieden, ohne dass sie sich unmittelbar wehren könnten», sagt Pirmin Schwander.

Neu soll im Gesetz der Satz stehen: «Gegen den Willen der Betroffenen oder der ihnen nahestehenden Personen dürfen nur in begründeten Ausnahmefällen Entscheide getroffen werden.» Solche Ausnahmefälle seien zum Beispiel sexueller Missbrauch, Vernachlässigung, psychische oder physische Misshandlung. Am 19. Juni präsentieren Jenny, Schwander und Onken ihre Initiative in Küssnacht SZ. Nach den Sommerferien wollen sie mit der Unterschriftensammlung beginnen.

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