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Vor den Grünen liegt ein langer Weg

Damit die Wahlsiegerin ihre Ziele erreicht, muss sie zuerst an ihrem Selbstverständnis als Partei arbeiten.

Es ist Vorsicht geboten: Machttrunkenheit vernebelt den Blick für politische Realitäten. Bastien Girod schenkt nach dem historischen Wahlsieg Sekt ein. Foto: Ennio Leanza (Keystone)
Es ist Vorsicht geboten: Machttrunkenheit vernebelt den Blick für politische Realitäten. Bastien Girod schenkt nach dem historischen Wahlsieg Sekt ein. Foto: Ennio Leanza (Keystone)

Es ist ein verheissungsvolles Ver­sprechen: «Unser Klima. Deine Wahl.» Mit diesem Slogan haben die Grünen die Wahlen in historischem Ausmass gewonnen. Geschickt haben sie sich den Schwung einer breiten Bewegung zu eigen gemacht.

Es ist aber auch ein gefährliches Versprechen. Denn diese Wahl wird den Klimawandel natürlich nicht aufhalten. Stattdessen haben sich die Grünen eine Bürde als klimapolitische Heilsbringer aufge­laden – und es dürfte ihnen kaum gelingen, den hohen Ansprüchen gerecht zu werden. Dagegen spricht ihr realpolitischer Leistungsausweis: Nur die Partei der Arbeit verliert mehr Abstimmungen. Wer mit seinen Parolen so oft ­danebenliegt, der politisiert an der Mehrheit des Stimmvolks vorbei.

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