Vormarsch der SVP in den Kantonen gestoppt

In den kantonalen Parlamenten läuft es für die FDP und die Grünen rund – SVP und CVP haben mit Rückschlägen zu kämpfen.

Die SVP verlor 11 ihrer 20 Sitze: Wahlplakate in Neuenburg. (2. April 2017)

Die SVP verlor 11 ihrer 20 Sitze: Wahlplakate in Neuenburg. (2. April 2017) Bild: Laurent Gillieron/Keystone

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Seit den Wahlen vom Herbst 2015 haben ein Dutzend Kantone ihre Legislativen erneuert. Dabei galt es rund die Hälfte der 2609 kantonalen Parlamentssitze neu zu besetzen. Als klare Siegerin steht nach all diesen den Urnengängen die FDP fest.

Die Partei gewann unter dem Strich 21 Mandate hinzu und kommt aktuell auf insgesamt 566 kantonale Parlamentssitze. Einzig in Schwyz, Schaffhausen und im Wallis gab es leichte Verluste. Damit trennen die FDP nur noch 12 Sitze von der führenden SVP.

Diese konnte nach dem Wahlherbst 2015 zwar zunächst ebenfalls zulegen – so in Uri, St. Gallen und Thurgau. Seit einem Jahr tritt sie aber an Ort, und in diesem Frühling setzte es in Solothurn, Neuenburg und der Waadt gleich drei Niederlagen in Serie ab.

Die ärgste Schlappe kassierte die SVP in Neuenburg, wo sie nach parteiinternen Querelen elf Sitze auf einen Schlag einbüsste. Unter dem Strich resultiert für die Partei seit 2015 ein Minus von vier auf total 578 Sitze.

CVP weiter im Tiefflug

Die Grünen haben ihren Rückschlag bei den eidgenössischen Wahlen unterdessen verdaut. Sie können allein in Freiburg, im Wallis, in Neuenburg und in der Waadt 16 zusätzliche Ratsmitglieder stellen. Gesamthaft ist die Grüne Partei derzeit mit 189 Mandaten in den kantonalen Legislativen vertreten ( 14).

Für die SP halten sich Erfolge und Niederlagen in etwa in Waage. Mit derzeit 457 Mandaten ( 3) kann die Partei ihren Besitzstand sogar leicht ausbauen. Anders die CVP, die mit einer Ausnahme in sämtlichen Kantonen Federn lassen musste, besonders in Freiburg (-4) und in ihren Stammlanden im Wallis (-6). Der gebeutelten Partei verbleiben 426 Sitze, 24 weniger als Ende 2015.

Auch die BDP musste auf dem kantonalen Parkett weiter bluten. Sie kommt noch auf 65 Mandate, 8 weniger als zu Beginn der Legislatur. Die Grünliberalen halten unverändert 83 kantonale Parlamentssitze. (ij/sda)

Erstellt: 12.10.2017, 13:57 Uhr

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