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Verschärfte Deklarationspflicht für Pelze

Bei Kontrollen in den letzten Jahren sind erhebliche Mängel festgestellt worden. Nun hat der Bundesrat reagiert.

Frau trägt Pelz: Schnappschuss beim White Turf in St. Moritz. (Keystone/Archiv)
Frau trägt Pelz: Schnappschuss beim White Turf in St. Moritz. (Keystone/Archiv)

Konsumentinnen und Konsumenten sollen beim Kauf von Pelz eine gezielte Wahl treffen können. Der Bundesrat hat am Mittwoch beschlossen, ab 1. April 2020 die Vorschriften für die Pelzdeklaration zu verschärfen.

Pelze von Tieren müssen neu als «Echtpelz» gekennzeichnet werden, wie der Bundesrat in einer Mitteilung schreibt. Das soll es der Kundschaft ermöglichen, auf einen Blick zwischen Kunst- und Echtpelz zu unterscheiden. Auch Produktionsarten, die nicht dem Schweizer Tierschutz- oder Jagdgesetz entsprechen, müssen vermerkt werden. Dazu gehören etwa die Fallenjagd oder Käfighaltung mit Gitterböden.

Wenn es nicht möglich ist, zuverlässige Informationen über die Gewinnungsart der Pelze und Pelzprodukte zu erhalten, muss die Deklaration «Gewinnungsart unbekannt – kann aus einer in der Schweiz nicht zugelassenen Haltungs- oder Jagdform stammen» angegeben werden. Das Gleiche gilt, wenn sich die Herkunft des Pelzes nicht eruieren lässt.

Die Pelzdeklarationsverordnung ist seit 2013 in Kraft. Kontrollen des Bundes hatten jedoch grosse Mängel zu Tage gefördert. Bei über 70 Prozent der Kontrollen wurden Mängel festgestellt. Daraufhin leitete der Bundesrat die Änderung der Pelzdeklarationsverordnung ein.

Der Schweizer Tierschutz (STS) begrüsste in der Vernehmlassung zwar die Pflicht zur klaren Deklaration von Echtpelz. Die Hinweise «Herkunft unbekannt» und «Gewinnungsart unbekannt» bedeuten nach Ansicht des STS aber eine massive Aufweichung der Deklarationspflicht. Die Organisation forderte jedoch vergebens ein Verbot solcher Produkte.

SDA/fal

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