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Wahl-Szenario: Maurer hat beste Chancen

Ueli Maurer hat bessere Chancen als er selbst glaubt. Alles hängt von den Stimmen der Fraktionen von CVP, EVP und GLP ab: Die Zeitung «News» errechnet, dass Maurer unter dem Strich 70 Prozent Chancen hat, am Mittwoch Bundesrat zu werden.

Ueli Maurer: Wenn sich die CVP-Fraktion für ihn ausspricht, ist er so gut wie gewählt.
Ueli Maurer: Wenn sich die CVP-Fraktion für ihn ausspricht, ist er so gut wie gewählt.
Keystone

Wenn sich die CVP-Fraktion für Maurer ausspricht, ist er so gut wie gewählt, so das Szenario von «News». Zusammen mit den SVP- und FDP-Stimmen genügen ihm rund 15 CVP-Stimmen für die Wahl. Unter dem Strich liegen Maurers Wahlchancen bei 70 Prozent. Sollte die Fraktion von CVP, EVP und GLP mehrheitlich gegen Maurer aussprechen, ist die Koalition der Blocher-Abwähler am Zug. Viele Szenarien sind möglich, aber Maurer bleibt trotzdem Favorit: Zu den rund 110 Stimmen aus SVP und FDP müsste er aus der CVP-Fraktion ein Viertel bis ein Drittel der Stimmen holen. Das ist möglich, mindestens so gross ist nämlich der konservative Flügel der CVP.

Wenn es CVP und SP mit der Nichtwahl Maurers ernst ist, müssen sie am Mittwoch auf einen SVP-Sprengkandidaten setzen, den die SVP nicht einfach auf der Partei ausschliessen würde: so etwa SVP-Hardliner Adrian Amstutz. Die SVP-Fraktion würde nach einer Bedenkfrist entscheiden: lieber mit Amstutz in den Bundesrat als mit Maurer in die Opposition. «News» gibt Amstutz 29 Prozent Wahlchancen.

Weitere Szenarien

Ein weiteres Szenario besteht darin, dass Maurer nicht gewählt wird und ein allenfalls gewählter Sprengkandidat verzichtet. Nun schlägt die Stunde für den zweiten CVP-Bundesrat, zum Beispiel für Urs Schwaller. Er wird von SP. CVP und Grünen gewählt – der Bundesrat erhält eine Mitte-links-Mehrheit. Dieses Szenario ist aber wenig beliebt: Die SVP würde für Jahre in der Opposition bleiben, und die CVP wäre übervertreten. Wahlchancen: 20 Prozent.

Ein andere Möglichkeit ist, dass CVP und SP ihren Erfolg bei der Abwahl von Christoph Blocher wiederholen wollen – und einen Gemässigten SVPler in den Bundesrat wählen, so etwa Hansjörg Walter. Für die grosse Mehrheit der SVP-Fraktion ist das ein Affront. Sollte Walter die Wahl annehmen, würde er aus der Partei ausgeschlossen. «News» gibt diesem Szenario 10 Prozent.

Ganz chancenlos ist mit 1 Prozent Wahlchancen der Grüne Luc Recordon: Einzig bei einem taktischen Betriebsunfall hätte er eine winzige Chance. Dann nämlich, wenn er am Ende Christoph Blocher gegenüberstehen würde. Aber in diesem Fall hätte selbst Alt-Bundesrat Blocher wieder eine Chance.

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