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«Den Terroristen zum Triumph verholfen»

Mit dem PLO-Abkommen habe sich die Schweiz erpressbar gemacht und sich der Terrorlogik gebeugt, kritisieren Schweizer Politiker.

Bundesrat Pierre Graber spricht anlässlich der Ständeratsdebatte zur Kürzung des UNESCO-Beitrages der Schweiz, aufgenommen am 3. Dezember 1974 in Bern.
Bundesrat Pierre Graber spricht anlässlich der Ständeratsdebatte zur Kürzung des UNESCO-Beitrages der Schweiz, aufgenommen am 3. Dezember 1974 in Bern.
STR, Keystone

Die Beurteilung des Geheimabkommens zwischen Bundesrat Pierre Graber und der PLO aus dem Jahr 1970 verläuft auch heute noch entlang der politischen Gräben des Nahostkonflikts. Daniel Vischer, ehemaliger Nationalrat der Grünen und bekannt für seine grundsätzlich palästinenserfreundliche Haltung, mag das Abkommen nicht wirklich kritisieren: Das Zugeständnis von Bundesrat Graber sei nicht sehr gross gewesen. «Die Linie des Bundesrats hat sich später durchgesetzt: 1974 wurde die PLO von der UNO als Repräsentantin des palästinensischen Volkes anerkannt.» Corina Eichenberger, FDP-Nationalrätin und Präsidentin der Gesellschaft Schweiz - Israel, sieht das – erwartungsgemäss – dezidiert anders. Die PLO sei damals eine Terrororganisation gewesen. Punkt. Eine Terrororganisation, wie sie es heute noch gebe, die Menschen entführte und Flugzeuge sprengte. «Wäre das Abkommen publik geworden, es wäre mehr als ein Staatsskandal gewesen.» Wer mit Terroristen so verhandle, mache sich erpressbar.

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