Zum Hauptinhalt springen

Warum Nordkorea trotz Bundeshaus-Nein von Bern unterstützt wird

Die Bundesversammlung beschloss 2008, die Entwicklungshilfe in Nordkorea sei einzustellen. Doch der Bund hielt sich nicht daran und startete sogar ein neues Projekt.

Die Schweiz hat für die Nordkorea-Hilfe im laufenden Jahr 7,2 Millionen Franken budgetiert: Bauern bei der Arbeit in der Provinz Süd-Hwanghae. (30. September 2011)
Die Schweiz hat für die Nordkorea-Hilfe im laufenden Jahr 7,2 Millionen Franken budgetiert: Bauern bei der Arbeit in der Provinz Süd-Hwanghae. (30. September 2011)
Damir Sagolj, Reuters
Nordkorea ist kein Agrarland: Das Klima ist rau, der Sommer kurz, das Terrain zerklüftet, die Böden schlecht. Hilfsprogramme versuchen deshalb, Alternativen zur industriellen Landwirtschaft aufzuzeigen. Feldarbeit rund 50 Kilometer südlich der Grenzstadt Sinuiju. (8. April 2012)
Nordkorea ist kein Agrarland: Das Klima ist rau, der Sommer kurz, das Terrain zerklüftet, die Böden schlecht. Hilfsprogramme versuchen deshalb, Alternativen zur industriellen Landwirtschaft aufzuzeigen. Feldarbeit rund 50 Kilometer südlich der Grenzstadt Sinuiju. (8. April 2012)
Ng Han Guan, Keystone
Er will, dass der Entwicklungshilfe-Stopp durchgesetzt wird: «Dass der Auftrag des Parlaments einfach ignoriert wird, geht natürlich nicht», kritisiert Hannes Germann (SVP).
Er will, dass der Entwicklungshilfe-Stopp durchgesetzt wird: «Dass der Auftrag des Parlaments einfach ignoriert wird, geht natürlich nicht», kritisiert Hannes Germann (SVP).
Gaëtan Bally, Keystone
1 / 6

Kürzlich untersagte der Bundesrat einer Schweizer Firma, eine Seilbahn nach Nordkorea zu liefern. Damit wollte er verhindern, dass Diktator Kim Jong-un bei der Verwirklichung eines Prestigeprojekts – ein Ski-Resort in den nordkoreanischen Bergen – aus der Schweiz Unterstützung erhält. Bei den eigenen Aktivitäten in der totalitären Diktatur ist die Eidgenossenschaft hingegen weniger kritisch. 2008 verlangte das Parlament aus politischen Gründen, die Entwicklungszusammenarbeit mit Nordkorea sei zu stoppen. Auch der Bundesrat sprach sich damals für die entsprechende Motion aus.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.