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Sie wirft Professor Übergriffe vor – und fühlt sich nun abgekanzelt

Eine Doktorandin der Universität Basel erhebt schwere Vorwürfe gegen ihren Doktorvater. Er wird verwarnt. Sie bricht ab, geht ins Ausland und kämpft – auch gegen die Uni.

«Auf einer Forschungsreise im Ausland erlebte ich sexuelle ­Übergriffe durch meinen Professor. Der Professor und ich sassen eines Abends am Tisch. Wir arbeiteten an unseren Laptops. Plötzlich stand er auf, beugte sich zu mir und drückte mir einen Kuss auf den Mund.»

Mit diesen Worten beginnt die ehemalige Doktorandin Anna Huber (Name ­geändert) ihren Erfahrungsbericht über die sexuelle Belästigung durch ihren Professor. Fünf Jahre lang hat diese laut Hubers Schilderung gedauert. Im Mai 2018 reicht sie Beschwerde ein, die Universität Basel leitet ein Verfahren ein. Ende November 2018 erfährt Anna ­Huber, dass das Verfahren abgeschlossen ist – das Ergebnis wird ihr vorenthalten. Persönlichkeitsschutz. Für den Professor, der hier anonym bleiben soll, gilt die Unschuldsvermutung.

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