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Was über Erasmus verschwiegen wird

Der Bundesrat hat bereits im Januar einen Abbruch der Verhandlungen mit der EU erwogen. Die EU hatte den Preis für die Schweizer Teilnahme zuvor massiv erhöht.

Gesamtbeitrag verdoppelt. Das Parlament hätte für das Studentenaustauschprogramm zusätzlich 250 Millionen Franken sprechen sollen.
Gesamtbeitrag verdoppelt. Das Parlament hätte für das Studentenaustauschprogramm zusätzlich 250 Millionen Franken sprechen sollen.
Keystone

Langsam kommt Licht in die EU-Dunkelkammer um das Bildungsprogramm Erasmus: Ein geheimes Aussprachepapier des Bundesrats vom 28. Januar 2014 zeigt Erstaunliches. Demnach unterbreitete Bundesrat Johann Schneider-Ammann (FDP) dem Bundesrat in der Sitzung vom 29. Januar zwei Varianten zu Erasmus.

Die erste Variante schlug ein Nachgeben gegenüber der EU-Kommission vor und bedeutete damit doppelt so hohe Beiträge der Schweiz an die EU als ursprünglich geplant. In einer zweiten Variante schlug Wirtschafts- und Bildungsminister Schneider-Ammann einen Abbruch der Erasmus-Verhandlungen mit der EU vor. Dies hätte eine «Rückkehr zu einer indirekten Teilnahme» an Erasmus bedeutet – so wie sie heute diskutiert wird, nach dem Rauswurf durch die EU.

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