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Wasserfallen möchte nun lieber Regierungsrat werden

Top-Favorit Christian Wasserfallen zieht sich als Kandidat für das FDP-Präsidium zurück.

«Mein Entscheid fiel unabhängig vom Interesse von Petra Gössi»: Christian Wasserfallen.
«Mein Entscheid fiel unabhängig vom Interesse von Petra Gössi»: Christian Wasserfallen.
Gaetan Bally, Keystone

Man wartete nur noch auf seine offizielle Bewerbung. Der Berner Nationalrat Christian Wasserfallen galt als Favorit für die Nachfolge von Philipp Müller als FDP-Präsident. Gestern nahm er sich jedoch aus dem Rennen, nachdem die Schwyzerin Petra Gössi Ambitionen für das Amt bekundet hatte. «Mein Entscheid fiel unabhängig vom Interesse von Petra Gössi», stellt Wasserfallen klar. Er habe sich die Frage gründlich überlegt, gar eine Art Stärken-Schwächen-Analyse durchgeführt und mit vielen Leuten Gespräche geführt. Mit wem, wollte er nicht sagen. Wohl aber, dass viele Parteikollegen seinen Verzicht bedauerten. Das Parteipräsidium sei für ihn nach acht Jahren im Nationalrat jedoch nicht der «logische nächste Schritt» gewesen. «Ich habe gemerkt, dass das Amt nicht vereinbar ist mit meinem Wunsch, vertieft in politischen Dossiers zu arbeiten.» Wasserfallen führt einen weiteren Grund an. Im letzten Herbst wurde er schwer enttäuscht, als seine Parteikollegen statt ihn den Tessiner Ignazio Cassis zum FDP-Fraktionspräsidenten wählten. «Das war für mich ein Fingerzeig, meine Kräfte richtig einzuschätzen, gerade wenn es als Präsident einmal stürmisch werden könnte.»

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