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Weggesperrt hinter Mauern des Grauens

In den Erziehungsanstalten des tief katholischen Kantons Luzern wurden bis in die 1970er-Jahre Kinder systematisch geschlagen und oft sexuell missbraucht. Zwei Studien haben die Vergangenheit historisch aufgearbeitet.

Die Idylle trügt: Der Eingang zur Erziehungsanstalt Rathausen am Stadtrand Luzerns, aufgenommen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Die Idylle trügt: Der Eingang zur Erziehungsanstalt Rathausen am Stadtrand Luzerns, aufgenommen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Staatsarchiv Luzern

Er galt als Teufel in Person, der priesterliche Anstaltsdirektor Gottfried Leisibach. Er befahl regelmässig Kinder zur Züchtigung zu sich in seine Wohnung. «Ich wurde zu ihm heraufgerufen, wo er einen unwahrscheinlich scharfen Hund im Zwinger hielt. Dann hat er mich zu ihm gepackt. Der Hund hat getan wie ein Verrückter, die Lippen hat er bis in die Augen nach hinten gelitzt und die Zähne gezeigt. Ich hatte Todesangst.» Leisibach befriedigte sich dabei mit der Hand.

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