AfD-Politikerin soll in Biel Asylbewerberin illegal angestellt haben

Der Schweizer Wohnsitz von Alice Weidel gerät erneut in die Schlagzeilen. Demnach soll die Rechtspopulistin in Biel Schwarzarbeit begünstigt haben.

Soll eine Asylbewerberin illegal angestellt haben: AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel am Parteitag in Köln.

Soll eine Asylbewerberin illegal angestellt haben: AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel am Parteitag in Köln. Bild: Sascha Steinbach/EPA

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Alice Weidel, die Spitzenkandidatin der Alternative für Deutschland (AfD) für die Wahlen in Deutschland vom kommenden 24. September, gerät wegen ihres Schweizer Wohnsitzes in Biel erneut in die Schlagzeilen. Wie die «Zeit» online berichtete, liess Weidel an ihrem Schweizer Wohnsitz in Biel eine Asylbewerberin aus Syrien schwarz für sich arbeiten. Die «Zeit» beruft sich dabei auf Recherchen in Weidels privatem Umfeld. Demnach habe Weidel die Putzhilfe bar bezahlt - 25 Franken pro Stunde. Das entspricht weitgehend Schweizer Verhältnissen. Es gab keinen Anstellungsvertrag.

Weidel bestätigt der «Zeit» via ihren Anwalt lediglich einen «freundschaftlichen Kontakt» zu einer Asylbewerberin aus Syrien. Diese sei aber weder im Haus angestellt gewesen noch habe sie Lohn erhalten.

Alice Weidel lebt mit ihrer Lebenspartnerin in der Stadt Biel. Dies machte im vergangenen Frühling der «Bund» publik. Das Paar zieht gemeinsam zwei Söhne gross. Offiziell nennt die Politikerin der in Deutschland stark rechts und ausländerfeindlich politisierenden AfD Überlingen am Bodensee als ihren Wohnsitz.

Bereits im Frühling hat der ausländische Wohnsitz der Deutschen Weidel insbesondere auch in der deutschen Politik- und Medienszenen zu reden gegeben. Die AfD setzt sich in ihrem Wahlkampf stark gegen die deutsche Asylpolitik ein und fokussiert auf einen national geprägten Diskurs. (mob)

Erstellt: 14.09.2017, 07:05 Uhr

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