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Weko kritisiert Einfluss der Stromkonzerne

Die Wettbewerbskommission (Weko) greift in den Streit um die steigenden Strompreise ein. Sie rügt den grossen Einfluss der Stromkonzerne auf die Netzgesellschaft swissgrid.

Die Struktur von swissgrid könne zu Wettbewerbsverzerrungen führen, heisst es in einer Mitteilung der Weko vom Freitag. Die Wettbewerbsbehörde empfiehlt dem Bundesrat, die Statuten von swissgrid AG nur unter strengen Auflagen zu genehmigen.

Die Fachkommissionen und Ausschüsse der swissgrid müssten anders zusammengesetzt werden, sonst seien sie fast vollständig von Mitarbeitenden der swissgrid-Aktionäre, also der Elektrizitätswerke, besetzt. Sie könnten durch ihre Vertreter Einfluss auf die Berechnung der Dienstleistungen nehmen, auf Grund derer sie dann später ihre Gebote einreichten. Ausserdem verfügten sie damit über einen Wissensvorsprung gegenüber Konkurrenten. Die Ausschüsse und Fachkommissionen der swissgrid sollten deshalb von unabhängigen Experten und nicht von Mitarbeitenden der Verbundunternehmen besetzt werden.

Weiter beantragt die Weko, die gesetzeskonforme Zusammensetzung des Verwaltungsrats sofort wieder herzustellen. Sie weist darauf hin, dass sämtliche Entscheidungen betreffend Systemdienstleistungen in einer gesetzwidrigen Zusammensetzung des Verwaltungsrates gefällt wurden.

Grüschow als neuer swissgrid-VR

Peter Grüschow soll neuer Verwaltungsratspräsident der Stromnetzgesellschaft swissgrid. Dies schlägt der Verwaltungsrat der ausserordentlichen Generalversammlung vor, die Anfang Dezember stattfindet.

Der 63-jährige Grüschow sei kompetent und von der Elektrizitätswirtschaft unabhängig, teilte swissgrid am Freitag mit. Der seit Mai interimistisch amtierende Verwaltungsratspräsident Hans Schweickardt galt als nicht unabhängig, weil er zugleich Geschäftsleiter des Westschweizer Stromkonzerns EOS ist.

ap/sda/mbr

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