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«Hi, I am Mike»

So unkompliziert zeigte sich US-Aussenminister Mike Pompeo bei seiner Privatführung durch das Bundeshaus in Bern.

Hoher Besuch: US-Aussenminister Mike Pompeo besuchte das Bundeshaus. Video: Keystone

Typisch Schweiz, typisch Bern. Der Wochenmarkt am Samstagvormittag auf dem Bundesplatz hat Vorrang, das ist seit vielen hundert Jahren so. Komme wer wolle. Und so fragt eine Kundin den Bauern an dessen Marktstand, was dieses «Blüemli» koste, während vor dem Bundeshaus der Tross mit Aussenminister Mike Pompeo vorfährt. Mehrere schwarze Limousinen, und zehn weitere schwarze Mercedes-Vans, dazu Polizeifahrzeuge.

Die Berner Polizei markiert an allen Ecken des Bundesplatzes Präsenz, lockere Präsenz, in Kurzarmhemden. Dann springen drei US-Soldaten in Vollmontur und mit Sturmgewehren bewaffnet aus einem VW-Bus. Sie sichern den Eingang zum Bundeshaus ab.

Damit sorgen sie für mehr Aufsehen, als der Aussenminister der USA selbst, der kurz darauf aus seiner Limousine steigt. Mike Pompeo schaut sich kurz um, lächelt über die Marktszenerie, vielleicht auch darüber, dass die meisten Marktbesucher ihn gar nicht weiter zur Kenntnis nehmen. Dann schreitet er ins Bundeshaus.

Unkompliziert, höflich, direkt

Dort wartet FDP-Nationalrätin Christa Markwalder; eine knappe Viertelstunde verbringt Pompeo mit US-Botschafter Ed McMullen an seiner Seite mit der Bernerin im Parlamentsgebäude.

Markwalder erklärt das Zweikammersystem, das von den USA beeinflusst sei. Und sie erzählt von der viersprachigen Schweiz, anhand der Landsknecht-Figuren, die bei den Treppenaufgängen unter der Bundeskuppel stehen. So erzählt sie es später.

Christa Markwalder und Mike Pompeo unter der Bundeshauskuppel. Foto: Keystone
Christa Markwalder und Mike Pompeo unter der Bundeshauskuppel. Foto: Keystone

«Hi, I am Mike», habe er bei der Begrüssung zu ihr gesagt und so das Du angeboten. Unkompliziert, höflich, direkt. Pompeo habe die Kurzvisite im Bundeshaus sichtlich genossen. Für die Besichtigung des Ständeratssaals habe es leider nicht mehr gereicht, sagt Christa Markwalder später, als sie nach der Verabschiedung Pompeos alleine vor dem Bundeshaus steht.

Kurz vor 10 Uhr an diesem Samstagvormittag hat Pompeo das Bundeshaus verlassen. Er beschloss, zu Fuss zum Zytglogge zu spazieren, was so offenbar nicht geplant war. Dort betrachteten er und seine Begleiter das Glockenspiel.

Mike Pompeo mit seiner Frau und einer Touristenführerin in der Berner Altstadt. Foto: Peter Klaunzer, Keystone
Mike Pompeo mit seiner Frau und einer Touristenführerin in der Berner Altstadt. Foto: Peter Klaunzer, Keystone

Dann gings weiter. Pompeo wird am Nachmittag in Montreux erwartet, an der Bilderberg-Konferenz. Der Besuch in Bern, er scheint gelungen. Am Wochenende wird Pompeo Bundespräsident Ueli Maurer und Aussenminister Ignazio Cassis treffen.

Zum Thema: Das Geheimtreffen der Mächtigen in der Schweiz

Am Samstag reist Mike Pompeo zur Bilderberg-Konferenz von Montreux. Aber was läuft dort und wer kommt alles? Ein Schweizer Manager über das Treffen. (Abo+)

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