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Weniger IV-Bezüger – und doch in den roten Zahlen

Die Invalidenversicherung IV hat 2009 einen Fehlbetrag von 1,1 Milliarden Franken hinnehmen müssen, obwohl die Zahl der Bezüger um 30'000 auf 460'000 Menschen sank.

Im Jahr 2008 hatte die Zahl der Bezüger noch bei 490'000 gelegen. Seit Mitte der Achtzigerjahre hatte sie sich rund verdoppelt. Seither sinkt sie wegen verschiedener Sparmassnahmen beständig – auch im Zuge der 5. IV-Revision. 2009 bezogen 420'000 Personen in der Schweiz und 40'000 im Ausland Leistungen der IV. Bei den Leistungsbezügern in der Schweiz bezogen je die Hälfte Renten respektive individuelle Eingliederungsmassnahmen.

In der Schweiz lag die Wahrscheinlichkeit, eine IV-Leistung zugesprochen zu erhalten, bei 6,6 Prozent, wobei dies je nach Alter und Geschlecht stark variierte. Nimmt man nur die Invalidenrenten, so sank die Zahl Ende 2009 auf 284'000, wovon 244'000 in der Schweiz blieben. 2006 hatten sie einen Höchststand von knapp 300'000 erreicht. Auch die Zahl der Neuberentungen ging zurück: von 27'700 (2003) auf 15'600 (2009).

Die hohe Zahl der Leistungsbezüger belastet die IV-Rechnung. 2009 hat die IV 9,3 Milliarden Franken ausgegeben und 8,2 Milliarden eingenommen; dies ergibt einen Fehlbetrag von 1,1 Milliarden. Seit Mitte der Neunzigerjahre weist der Rechnungssaldo ein Minus auf – mit einer Spitze von minus 1,6 Millarden im Jahr 2006. Im Kapitalkonto, das sich seit 1993 im Minus befindet, klafft ein Defizit von 13,9 Milliarden. Den grössten Ausgabenteil bildeten 2009 die Renten mit 6,1 Milliarden. Die Eingliederungsmassnahmen schlugen mit 1,4 Milliarden zu Buche.

SDA/raa

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