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Weniger Moral für den Lehrplan

Die Erziehungsdirektoren kürzen den Lehrplan 21. Politisch aufgeladene Begriffe wie «Gender» werden gestrichen oder entschärft.

Von Anja Burri
Was bringen die «geschärften» Lehrpläne? Walliser Primarschüler während des Unterrichts.
Was bringen die «geschärften» Lehrpläne? Walliser Primarschüler während des Unterrichts.
Keystone

Die Deutschschweizer Erziehungsdirektoren reagieren auf die Kritik am Lehrplan 21. Das rund 550-seitige Werk werde um ein Fünftel gekürzt, gaben die Verantwortlichen gestern in Zürich bekannt. Auch die Ansprüche an die Schüler sollen teilweise gesenkt und in Einführungskapiteln besser erklärt werden. Der Lehrplan 21 gibt erstmals für alle Deutschschweizer Schüler die gleichen Lernziele vor. Unter anderem die Lehrerverbände hatten den Entwurf als zu umfangreich und zu anspruchsvoll kritisiert. Während der öffentlichen Konsultation gingen über 1000 Stellungnahmen ein. Es werde immer Schüler geben, die die Mindestansprüche kaum erfüllen könnten, sagte die Zürcher ­Regierungsrätin Regine Aeppli. Deshalb greife die Deutschschweizer Erziehungsdirektoren-Konferenz (D-EDK) auch zu einer «psychologischen» Massnahme: Statt von Mindestansprüchen werde im neuen Lehrplan nur noch von «Grundansprüchen» die Rede sein.

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