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Weniger Temporärarbeit, mehr Lehrlinge

Der Verband Angestellte Schweiz will Industrieunternehmen per GAV dazu zwingen, nicht mehr als 3 Prozent der Belegschaft temporär anzustellen. Wer keine Lehrlinge ausbildet, soll zudem zur Kasse gebeten werden.

Kampf um einen GAV für alle Betriebe: Angestellter eines Industrieunternehmens in Mönchaltdorf. (Archivbild)
Kampf um einen GAV für alle Betriebe: Angestellter eines Industrieunternehmens in Mönchaltdorf. (Archivbild)
Keystone

Der Verband Angestellte Schweiz fordert, dass in Unternehmen der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM) nicht mehr als 3 Prozent der Belegschaft temporär arbeitet.

Zudem sollen Betriebe, die keine Lehrlinge ausbilden, in einen Fonds einzahlen. Dies will der Verband im neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) festschreiben. Die Verhandlungen beginnen im November. Der zurzeit gültige GAV läuft Ende Juni 2013 aus.

Die 40-Stunden-Woche bleibt

Weiter werden sich die Angestellten Schweiz beim neuen GAV einsetzen für mehr Kinderbetreuungs-Angebote und eine Quotenregelung für Mitarbeitende mit Behinderungen, wie der Verband heute Montag mitteilte.

Hingegen sollen im Gesamtarbeitsvertrag keine Mindestlöhne festgeschrieben werden. An der 40-Stunden-Woche soll nicht gerüttelt werden.

GAV für alle MEM-Betriebe

Längerfristig stehe für die Angestellten Schweiz im Vordergrund, dass der GAV für alle MEM-Betriebe verbindlich erklärt werde, wie Präsident Benno Vogler auf Anfrage sagte. Zudem sollen Arbeitnehmerorganisationen innerbetrieblich besser eingebunden werden.

Die Angestellten Schweiz versteht sich als Stimme des Mittelstandes. Ende Juli ist der Verband aus dem Dachverband Travail.Suisse ausgetreten.

Die MEM-Industrie hatte vor rund zwei Wochen an ihrer Halbjahresmedienkonferenz betont, dass sie angesichts der wirtschaftlichen Lage keine weiteren Belastungen durch Zugeständnisse an die Arbeitnehmer tragen könne.

SDA/fko

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