Zum Hauptinhalt springen

Wenn das Diskrete öffentlich wird

Thomas Borers Einsatz für Kasachstan rückt ins Licht, was sonst im Dunkeln bleibt: das Lobbying in Bundesbern. Ist dieser Fall typisch – und wo liegen die Grenzen der Interessenvertretung?

Politische Gespräche: Lobbyisten und Parlamentarier in der Wandelhalle. (Archivbild)
Politische Gespräche: Lobbyisten und Parlamentarier in der Wandelhalle. (Archivbild)
Keystone

Der ehemalige Schweizer Botschafter Thomas Borer steht im Dienste der autoritären Regierung Kasachstans. Sein Auftrag: Er soll mittels Druck auf die hiesigen Behörden unter anderem erwirken, dass der in Genf wohnhafte und der Veruntreuung verdächtigte Exil-Kasache Viktor Chrapunow ausgeliefert wird. Das geht aus einem Mailverkehr hervor, den Unbekannte zusammen mit Zehntausenden weiteren E-Mails kasachischer Regierungsbeamter im Internet veröffentlicht haben. Wie die NZZ heute berichtet, gab Borer gegenüber seinen Auftraggebern an, Medien und Parlamentarier für die Interessen Kasachstans eingespannt zu haben und wichtige Insiderinformationen aus der Bundesanwaltschaft beschaffen zu können.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.