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Wenn der Feind des Asylsuchenden übersetzt

Der Bund hat 20 neue Dolmetscher für Eritreer rekrutiert – nach einer strengen Selektion, wie er sagt. Zweifel an ihrer Unabhängigkeit bestehen gleichwohl.

Werden ihre Aussagen immer korrekt übersetzt? Eritreer in Lumino TI. Foto: Keystone
Werden ihre Aussagen immer korrekt übersetzt? Eritreer in Lumino TI. Foto: Keystone

Immer mehr Menschen aus Eritrea suchen in der Schweiz Zuflucht. Waren es 2005 erst 181 Personen, zählte das Staatssekretariat für Migration (SEM) vergangenes Jahr 6923. Folgen hat dieser markante Anstieg nicht zuletzt für ein Geschäft, in dem qualifiziertes Personal knapp ist: das Dolmetschen. Im Asylanhörungsprozess kommt den Dolmetschern eine Schlüsselrolle zu. Sie arbeiten an jener sensiblen Stelle, an der jedes Wort zählt. Hier, an der Sprachbarriere, entscheidet sich mitunter, ob eritreische Antragsteller Asyl erhalten oder vorübergehend aufgenommen werden (zurückgeschickt werden sie nicht, da ihnen in ihrer Heimat «erfahrungs­gemäss drakonische, willkürliche» Strafen drohen würden, so das SEM).

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