Zum Hauptinhalt springen

«Wenn er schon nachtritt, sollte er bei der Wahrheit bleiben»

Politohr: So wehrt sich Philipp Müller gegen Toni Brunners Anschuldigung.

Toni Brunner (links) erfülle die hohen moralischen Ansprüche, die er an andere stelle, selbst nicht, sagt der Ex-FDP-Chef: Philipp Müller in Bern zusammen mit Toni Brunner. (Archiv)
Toni Brunner (links) erfülle die hohen moralischen Ansprüche, die er an andere stelle, selbst nicht, sagt der Ex-FDP-Chef: Philipp Müller in Bern zusammen mit Toni Brunner. (Archiv)
Peter Schneider, Keystone

Toni Brunner teilt gerne aus. Als SVP-Präsident hat er keine Gelegenheit ausgelassen, dem politischen Gegner auf die Finger zu hauen oder gar auf die Kappe zu geben. In der Zwischenzeit und im politischen Halbruhestand als Nurnoch-Nationalrat ist der Toggenburger etwas milder geworden. Ausgeteilt hat er nur noch wegen der Hornkuhinitiative.

Jetzt aber hat er noch einmal zu alter Stärke zurückgefunden. Im Interview, in dem er seiner St.Galler Heimat seinen Rücktritt aus dem Nationalrat angekündigt hat, schlägt er noch einmal nach allem, was sich politisch links von der SVP bewegt. Und wir erfahren, dass der ehemalige FDP-Chef Philipp Müller der Zweitschlimmste von allen gewesen sei, gleich hinter Eveline Widmer-Schlumpf. Ein Lügner sei dieser, nicht nur politisch, sondern auch unter Kollegen.

Grund und Anfang der üblen Feindschaft mit Müller: Dieser habe mit ihm abgemacht, nicht in die «Arena» zu gehen. Dann habe er diesen aber doch im Fernsehen sehen müssen.

Jetzt wehrt sich Müller allerdings: Toni Brunner erfülle die hohen moralischen Ansprüche, die er an andere stelle, selbst nicht, kontert er auf Anfrage dieser Zeitung: «Wenn er schon nachtritt, sollte er bei der Wahrheit bleiben.» Denn Brunner wisse genau, dass er ihm damals habe mitteilen wollen, dass er wegen einer neuen Konstellation doch in die «Arena» habe gehen müssen. Und Brunner wisse auch, dass er die Mitteilung verpasst habe, weil er selbst bei Anrufen von Politikerkollegen das Telefon nie abnehme.

Toni Brunner kehrt der Politik überraschend den Rücken.
Toni Brunner kehrt der Politik überraschend den Rücken.
Anthony Anex, Keystone
Er möchte sich wieder auf seine Familie, seinen Gast- und Bauernhof konzentrieren.
Er möchte sich wieder auf seine Familie, seinen Gast- und Bauernhof konzentrieren.
Gaetan Bally, Keystone
Brunner galt der als politischer Ziehsohn des SVP-Chefstrategen Christoph Blocher: Brunner und Bundesrat Blocher im Juni 2007 an der SVP-Delegiertenversammlung in Liestal.
Brunner galt der als politischer Ziehsohn des SVP-Chefstrategen Christoph Blocher: Brunner und Bundesrat Blocher im Juni 2007 an der SVP-Delegiertenversammlung in Liestal.
Martin Rütschi, Keystone
1 / 9

SonntagsZeitung

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch