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«Wer das Elend gesehen hat, verliert seine Unschuld»

Gegen den Willen ihrer Partei hat FDP-Nationalrätin Doris Fiala mitgeholfen, die Kürzung der Entwicklungshilfe zu verhindern. Alles andere wäre inkonsequent gewesen, sagt sie.

Mit Doris Fiala sprach Markus Häfliger
Gegen den Willen der Partei: Doris Fiala (Mitte) setzt sich im Gespräch mit Bundesrat Didier Burkhalter für die Entwicklungshilfe ein.
Gegen den Willen der Partei: Doris Fiala (Mitte) setzt sich im Gespräch mit Bundesrat Didier Burkhalter für die Entwicklungshilfe ein.
Keystone

Die SVP und die grosse FDP-Mehrheit wollten das Entwicklungshilfe-Budget kürzen. Sie und zwei andere FDP-Nationalräte stimmten dagegen und gaben so den Ausschlag gegen die Kürzung. Warum?

Ich habe für den Antrag des Bundesrats votiert, in den nächsten vier Jahren 0,48 Prozent des Bruttonationaleinkommens (BNE) in die Internationale Zusammenarbeit zu investieren. Ich hatte insofern schon ein schlechtes Gewissen, weil ich nicht für 0,5 Prozent gestimmt habe – denn das ist die Zielgrösse, die sich die eidgenössischen Räte eigentlich selber gegeben haben inklusive meine Partei. Man kann als Freisinnige nicht nur verlässlich für die Wirtschaft sein. Humanitäre Belange haben heute grössere Bedeutung denn je.

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