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Werden Kinder durch Fischen aggressiv?

Der Schweizer Tierschutz will verhindern, dass Kinder Fische töten – und fordert ein Mindestalter für Angler. Unterstützung erhält er von einem prominenten Gerichtspsychiater.

Pro Alterslimite: Wer bereits als Kind Fische tötet, könnte gegenüber dem tierischen Leid abstumpfen, sagt Psychiater Frank Urbaniok. Video: Lea Blum.

Wer Tieren Schmerzen zufügt, ist noch kein potenzieller Straftäter; diese Ansicht vertritt Frank Urbaniok, Chefarzt des Forensisch-Psychologischen Dienstes des Zürcher Amts für Justizvollzug. Aber er stellt klar: «Solche Handlungen prägen das Verhalten.» Gerade Kinder nähmen Gewalteindrücke besonders stark wahr. Erfahrungen wie das Töten eines Fisches könnten zu einer Abstumpfung gegenüber tierischem Leid führen. Urbaniok fände es daher sinnvoll, wenn für das Angeln landesweit ein Mindest­alter von 16 Jahren gälte. Heute existiert keine einheitliche Schranke. Im Kanton Zürich etwa können Kinder ab 10 Jahren ein Anglerpatent lösen, im Kanton Bern gibt es keine Alterslimite. Strenger und national einheitlich geregelt ist hingegen die Jagd: Sie ist erst ab 18 Jahren gestattet.

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