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Wider das konservative Rollenbild

Die CVP will mit ihrer Initiative die steuerliche Benachteiligung von Ehepaaren abschaffen. Die Forderung ist berechtigt, das Volksbegehren trotzdem falsch.

Ja zur traditionellen Ehe, und nur zu dieser – auch das sagt die Initiative der CVP. Foto: Daniel Ingold (Gallerystock)
Ja zur traditionellen Ehe, und nur zu dieser – auch das sagt die Initiative der CVP. Foto: Daniel Ingold (Gallerystock)

Die CVP will die Partei der Familien sein. Und sie will es allen recht machen: der Familie mit einem Haupt­ernährer, wo sich die Frau der Erziehung der Kinder widmet. Aber auch der Familie, wo sich die beiden Partner die Erziehungs- und Erwerbstätigkeit gleichmässig aufteilen. Diese Politik ist nicht frei von Widersprüchen. So unterstützte die Partei höhere Abzüge für die Fremdbetreuung von Kindern. Gleichzeitig beklagen ihre Politiker die steuerliche «Benachteiligung» von Allein- gegenüber Doppelverdienern mit Kindern. Die Partei oszilliert zwischen Tradition und Moderne. Das manifestiert sich auch in ihrer Initiative zur Abschaffung der Heiratsstrafe, also der Benachteiligung von Ehe- gegenüber Konkubinatspaaren bei den Steuern.

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