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Wie Billag und Bakom gegen renitente Gebührenpreller kämpfen

In gewissen Landesteilen wurde die Zahl der sogenannten Field Agents deutlich erhöht. Die Zahl der Verfahren gegen Schwarzseher ist um rund 50 Prozent gestiegen.

Die Zahl der Verwaltungsverfahren gegen Schwarzseher hat seit 2010 um über 50 Prozent auf insgesamt über 2800 Fälle im Jahr 2012 zugenommen. Alles Personen, Geschäfte oder Haushalte, die keine SRG-Gebührengelder zahlten, obwohl sie dazu verpflichtet wären.

Gemäss Deborah Murith, Sprecherin des Bundesamtes für Kommunikation (Bakom), hänge der starke Anstieg der Verfahren zum Teil damit zusammen, dass das Bakom aus personellen Gründen mehr Anzeigen bearbeitet habe. Andererseits seien dafür auch die verstärkten Bemühungen der Inkasso-Firma Billag verantwortlich. Diese habe im Jahr 2010 insbesondere im Tessin die Jagd nach Schwarzsehern intensiviert. Laut Jonny Kopp, Sprecher der Billag, geht die Jagd auf Schwarzseher im Tessin jedoch erst jetzt richtig los: Bis zum Jahr 2012 habe die Zahl der Kontrolleure im Tessin geschwankt, erst im Jahr 2012 habe die Billag den Sollbestand von vier sogenannten Field Agents erreicht. Bis dahin sehe er keine signifikante Zunahme der Verzeigungen in den Statistiken der Billag, zumal oft nur ein einziger Field Agent im Tessin aktiv gewesen sei. Sollte die vermehrte Kontrolltätigkeit der Billag im Tessin Früchte tragen, so könnte die Zahl der angezeigten Schwarzseher im Jahr 2013 weiter steigen.

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