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Wie das Umweltamt sechs Millionen Franken vernichtet

Nun wird die Dimension der Korruption im Bundesamt für Umwelt klar: Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen fünf Personen. Das Amt muss wegen des Korruptionsfalles ein Grossprojekt abbrechen.

Sitz des Bundesamtes für Umwelt: Hier soll Korruption mit fünf Beteiligten stattgefunden haben.
Sitz des Bundesamtes für Umwelt: Hier soll Korruption mit fünf Beteiligten stattgefunden haben.
Urs Baumann
Der konkrete Grund für das Millionendebakel: Die Korruptionsaffäre legte die Bafu-interne Sektion Informatik und Logistik über Monate hin faktisch lahm.
Der konkrete Grund für das Millionendebakel: Die Korruptionsaffäre legte die Bafu-interne Sektion Informatik und Logistik über Monate hin faktisch lahm.
Urs Baumann
Christine Hofmann, Vizedirektorin des Bundesamtes für Umwelt, wusste um die heikle Konstellation der Firmen im nun gescheiterten Millionenprojekt.
Christine Hofmann, Vizedirektorin des Bundesamtes für Umwelt, wusste um die heikle Konstellation der Firmen im nun gescheiterten Millionenprojekt.
zvg
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Wegen eines Korruptionsfalles hat das Bundesamt für Umwelt (Bafu) mit einem teuren Prestigeprojekt Schiffbruch erlitten: 7,6 Millionen Franken und Zehntausende Arbeitsstunden hatte das Amt bereits in den Aufbau des Datenbankprojekts gesteckt. Das System hätte Millionen von Daten über Böden, Luft, Biodiversität, Tier- und Pflanzenwelt von kantonalen, nationalen und internationalen Behörden sowie Universitäten und anderen Instituten sammeln, vereinheitlichen und verfügbar machen sollen. Das Projekt war dem Bund so wichtig, dass er es im «Katalog der prioritären E-Government-Aufgaben» listete.

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