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Wie deutsche IV-Gutachter in der Schweiz das grosse Geld machen

Deutsche Fachärzte kommen tageweise in die Schweiz, um ohne Bewilligung IV-Patienten zu begutachten. Bund und Kantone machen sich nun daran, dem lukrativen Geschäftsmodell Grenzen zu setzen.

Vor zwei Wochen hat der «Tages-Anzeiger» den Fall des Psychiaters Rüdiger Brinkmann aufgedeckt. Der ursprünglich aus Deutschland stammende, mittlerweile eingebürgerte Arzt erstellt mit seiner Berner Firma ZVMB GmbH seit Jahren Gutachten für die Invalidenversicherung (IV), obwohl er nicht über die dafür nötige kantonale Berufsausübungsbewilligung verfügt. Für die Kontrolle wäre das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) zuständig gewesen, doch es vernachlässigte die Aufsicht. Brinkmann betreibt eine von insgesamt 18 medizinischen Abklärungsstellen (Medas) in der Schweiz. Diese erstellen pro Jahr in rund 4000 komplexen Fällen Gutachten für die IV, welche dann ihre Rentenentscheide darauf abstützt.

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