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Wie die SBB mit ihren Immobilien spekulieren

Auf den SBB-Arealen in den Stadtzentren entstehen kaum gemeinnützige Wohnungen. Nun wächst der Druck auf den Bundesrat, seine Wohnbaupolitik sozialer zu gestalten.

Fast surreal leer: Die kürzlich eröffnete Europaallee beim Zürcher Hauptbahnhof.
Fast surreal leer: Die kürzlich eröffnete Europaallee beim Zürcher Hauptbahnhof.
Giorgia Müller
Meret Oppenheim, Basel. Nutzfläche: 28'500 m². Angebotsmix: 45 % Wohnungen, ein Drittel Büros und 22 % Ladenflächen. Realisierung: 2016–2018
Meret Oppenheim, Basel. Nutzfläche: 28'500 m². Angebotsmix: 45 % Wohnungen, ein Drittel Büros und 22 % Ladenflächen. Realisierung: 2016–2018
SBB
Pont-Rouge, Genf. Nutzfläche: 182'000 m². Angebotsmix: Geschäfte (6,5 % ), Büros (54 %), Wohnungen (31 %), Hotel (4 %), Schule (2 %). Realisierung: ab 2014 etappenweise.
Pont-Rouge, Genf. Nutzfläche: 182'000 m². Angebotsmix: Geschäfte (6,5 % ), Büros (54 %), Wohnungen (31 %), Hotel (4 %), Schule (2 %). Realisierung: ab 2014 etappenweise.
SBB
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Zürichs neuestes Quartier gleich am Hauptbahnhof ist der neue Stolz der Stadt. Auf 78'000 m2 realisierte die Grundeigentümerin SBB die kürzlich eröffnete Europaallee: eine gigantische Shoppingmall, Büros für 6000 Bankangestellte, die Pädagogische Hochschule Zürich, ein Hotel sowie 400 elegante Stadtwohnungen und Lofts auf 273'000 m2 Nutzfläche. «Edel sieht das aus und vor allem teuer. Als hätten die Investoren das bekommen, was sie in Zeiten der Finanzkrise auf dem Immobilienmarkt suchen: Betongeld», urteilte die «Süddeutsche Zeitung» letzten November über Zürichs architektonisches Prunkstück. Das Viertel sei fast surreal leer. «Weil es nicht erwünscht ist im Herzen der reichen Stadt, Platz für genossenschaftliches Bauen oder junge Kreative auszuweisen?», fragte sich das Blatt.

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