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Wie die SP potenzielle Wähler abschreckt

Politologe Michael Hermann analysiert im Interview mit Redaktion Tamedia die Ergebnisse des SRG-Wahlbarometers, nach welchem die SVP zulegt und die linken Parteien verlieren.

Vertreter eines radikaleren Linkskurses der SP: Jacqueline Fehr,Cédric Wermuth und Christian Levrat (v.l.n.r.).
Vertreter eines radikaleren Linkskurses der SP: Jacqueline Fehr,Cédric Wermuth und Christian Levrat (v.l.n.r.).
Keystone

SP und Grüne würden nach den Umfragen, die Mitte Januar gemacht wurden, weitere Wählerprozente verlieren. Der freie Fall der linken Parteien scheint sich fortzusetzen.

Neu ist, dass auch die Grünen verlieren. Bisher konnten sie auf Kosten der SP zulegen. 2003 hat man noch von der Polarisierung gesprochen. Seit 2007 findet die Polarisierung jedoch nur noch rechts statt und die Linke hat zunehmend Mühe, ihre Wähler zu halten. Das hat nicht zuletzt mit der Problemwahrnehmung der Bürger zu tun. Viele Forderungen der Linken sind erfüllt. Sie haben keine grossen Ziele mehr zu erreichen. Die Leute haben eher Angst, den Wohlstand zu verlieren, aufgrund von Zuwanderung und Druck von aussen. Lohnfragen werden von den Wählern nicht zentral bewertet, Neuerung und Öffnung sind nicht populär.

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