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Wie die Steuerverwaltung Millionen verschleudert

Ungereimtheiten bei der Auftragsvergabe, massive Kostenüberschreitungen und externe Beratungsfirmen, die daraus Kapital schlugen: Der Bund hat einen neuen Informatikskandal.

Über zehn Jahre läuft das Projekt schon – bislang ohne Ergebnis: «Insieme» weitet sich zum veritablem Skandal aus.
Über zehn Jahre läuft das Projekt schon – bislang ohne Ergebnis: «Insieme» weitet sich zum veritablem Skandal aus.
Keystone

Mit dem Informationssystem FIS Heer leistete sich das Verteidigungsdepartement (VBS) die wohl grösste Fehlinvestition seiner Geschichte und musste mehrere Hundert Millionen Franken abschreiben. Wie sich jetzt zeigt, lagern indes weitere Softwareleichen im Keller der Bundesverwaltung: Im Januar leitete Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf eine Administrativuntersuchung bei der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) ein – ohne die Öffentlichkeit darüber zu informieren. Durchleuchten lässt die Bundesrätin das Informatikprojekt «Insieme» – ein IT-System mit einem Projektvolumen von 155 Millionen Franken, das die veralteten, nicht integrierten Informatiksysteme der Steuerverwaltung zusammenführen und ablösen soll.

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