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Wie es den Impfgegnern gelang, die SVP-Landwirte zu überrumpeln

Um das neue Tierseuchengesetz zu bodigen, verschafften sich impfkritische Kreise gezielt Zugang zur Delegiertenversammlung der SVP. Bauernpolitiker beklagen fehlenden Support durch die Fraktion.

Wer unbedingt teilnehmen wollte, schaffte es auch: SVP-Delegiertenversammlung am Samstag mit Toni Brunner.
Wer unbedingt teilnehmen wollte, schaffte es auch: SVP-Delegiertenversammlung am Samstag mit Toni Brunner.
Keystone

Nur 89 Stimmen für das neue Tierseuchengesetz, 250 dagegen: Die Parolenfassung der SVP ist erklärungsbedürftig. Im Nationalrat bejahte die Fraktion die Vorlage noch fast geschlossen; der von Ratspräsident Hansjörg Walter geführte Bauernverband unterstützt die Revision ebenfalls klar. An der Delegiertenversammlung vom Samstag jedoch blieb Walter trotz eines engagierten Votums bei seinen Parteifreunden erfolglos: Zu sehr überwogen auf einmal die Ängste vor einem «Impfzwang» sowie vor einer veterinärmedizinischen «Machtkonzentration» bei Bund und internationalen Organisationen. Am Ende triumphierte Walters Fraktionskollegin Yvette Estermann, Hauptreferentin der Gegenseite – und bekennende Impfskeptikerin.

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