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Wie Laszlo Galamb in die Schweiz fuhr – und abblitzte

Am 19. Oktober stiegen mehrere Roma-Familien aus Ungarn in einen Bus Richtung Schweiz. Nun sind sie wieder zurück in Miskolc, in der Hoffnungslosigkeit.

Laszlo Galamb (l.) und seine Frau Anita zeigen ihren Nachbarn, den Lakatos (r.), den negativen Asylbescheid. Foto: András D. Hajdu
Laszlo Galamb (l.) und seine Frau Anita zeigen ihren Nachbarn, den Lakatos (r.), den negativen Asylbescheid. Foto: András D. Hajdu

Die Wohnung sieht aus, als wären ihre Bewohner nie weg gewesen. Als hätten sie nicht vor knapp einem Monat Hab und Gut verkauft, um ins Ungewisse aufzubrechen. Die Sitzgarnitur steht wieder in der Ecke, der Tisch in der Mitte des Zimmers. Die Kaffeemaschine brummt und an der Wand hängt wieder der Flachbildfernseher, der niemals ausgeschaltet wird. Er habe die Wohnungs­einrichtung Gott sei Dank zurück­bekommen, sagt Laszlo Galamb. Zu einem guten Preis sogar, «trotzdem bin ich jetzt wieder verschuldet». Auch die Sorgen sind zurück: Wird nächsten ­Monat noch Sozialhilfe ausbezahlt? Ist genug Geld für die Miete da? Oder ­stehen demnächst Gerichtsvollzieher und Polizei vor der Tür?

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