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«Wir brauchen Anstand, keine neuen Paragrafen»

Schwarze sind in der Schweiz am häufigsten Opfer von Rassismus. Eine Eritreerin geht mit ihrem Kind in Davos auf den Bus.

Ein Buschauffeur weigert sich, Flüchtlingskinder bis zur Endstation zu fahren, ein Bademeister stellt dunkelhäutigen Besuchern das Warmwasser ab. Diese Beispiele von offen gelebtem Rassismus dokumentiert der aktuelle Rassismusbericht. Ein neues Phänomen in der Schweiz?

Die Zahl der gemeldeten Vorfälle mit Beratung ist innert eines Jahres markant gestiegen, von 199 auf 301 im Jahr 2017. Ein Rekord. Sind wir rassistischer geworden?

Wie erklären Sie sich das?

Was ist anders?

In der Schweiz kam es auch zu antisemitischen Vorfällen, in Zürich etwa wurde ein orthodoxer Jude niedergeschlagen. Gemäss Rassismusbericht richteten sich jedoch nur zwei Prozent aller Vorfälle gegen Juden.

Und doch scheint der Rassismus in der Schweiz genügend verbreitet zu sein, dass es sich für Parteien lohnt, das Thema zu bewirtschaften.

Die meisten Vorfälle, die Eingang in den Rassismusbericht gefunden haben, ereigneten sich am Arbeitsplatz und in der Schule – an Orten, wo man sich kennt.

An einer Schule haben Kinder ihren dunkelhäutigen Mitschüler Negerlein gerufen und ihn gefragt, ob er Ebola habe. Welche Rolle spielen die Eltern dieser Kinder?

Haben die Eltern dieser Kinder in der Erziehung etwas versäumt?

Wie steht es in der Schweiz um die Zivilcourage?

Hat Donald Trump Rassismus auch in der Schweiz gesellschaftsfähig gemacht?

Geschieht Diskriminierung in der Schweiz anders als in anderen Ländern?

Brauchen wir mehr Gesetze, um solche Diskriminierungen zu verhindern?